Wir helfen Ihnen gesund zu werden….
© 2018  Praxis Dr. med. Leila Obeid

Laktosetoleranztest

Indikation

Verdacht   auf   primären   oder   sekundären   Laktasemangel   oder   Laktosemalabsorption   anderer   Ursache,   Blähungen,   Durchfall,   Flatulenz   nach Ernährung mit Milch oder Milchprodukten.

Prinzip

Laktase   der   Dünndarmschleimhaut   spaltet   Laktose   in   Glucose   und   Galaktose,   was   nach   Resorption   (Aufnahme)   zu   einem   Glukoseanstieg   im Blut führt.

Durchführung

Nüchternperiode von 10-12 Stunden 1. Blutentnahme: Glukose nüchtern (0-Wert) 2. 50g Laktose in 400 ml stillem Wasser über 5 Min. trinken (Erwachsene), Kinder: 2g Laktose/kg KG (max. 50g) 3. Blutentnahme nach 30, 60, 90, 120 Minuten

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)

Milchzucker   (Laktose)   ist   ein   Zweifachzucker   und   macht   den   wesentlichen   Kohlenhydratanteil   von   Milch   aus.   Das   im   Dünndarm   produzierte Verdauungsenzym    Laktase    spaltet    den    Milchzucker    in    die    Einfachzucker    Glukose    und    Galaktose,    welche    innerhalb    des    Dünndarms vollständig   aufgenommen   werden.   Bei   einer   Laktoseintoleranz   wird   der   Milchzucker   als   Folge   fehlender   oder   verminderter   Produktion   des Enzyms   Laktase   nicht   gespalten   und   folglich   nicht   verdaut.   Der   unverdaute   Milchzucker   gelangt   deshalb   vom   Dünndarm   in   den   Dickdarm,   wo er   durch   die   Dickdarmbakterien   vergoren   wird.   Hierdurch   entstehen   Darmgase   und   Säuren,   wodurch   es   zu   Beschwerden   wie   Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfällen und Flatulenz kommen kann. Die   Laktoseintoleranz   darf   nicht   mit   der   Milcheiweissallergie   (echte   Allergie   gegen   Kuhmilch-Eiweiss)   verwechselt   werden.   Etwa   75%   der erwachsenen     Weltbevölkerung     hat     eine     Laktoseintoleranz,     nur     einige     Populationen     verfügen     über     eine     Persistenz     (langfristiges Fortbestehen)   der   Laktaseaktivität   im   Erwachsenenalter.   Fehlende   Laktasepersistenz   gilt   nur   in   Ländern   mit   verbreiteter   Laktasepersistenz als     Nahrungsmittelunverträglichkeit,     in     allen     übrigen     Ländern     ist     dies     der     Normalzustand     bei     Erwachsenen.     In     Bezug     auf     die Laktoseintoleranz   wird   oft   von   einem   Nord-Süd-Gefälle   gesprochen.   In   nordischen   Ländern   können   fast   90%   der   Bevölkerung   Laktose verdauen,   während   in   südlichen   Regionen   Europas   nur    ca.    10-30%    und    in    Äquator-Nähe    und    in    Asien    nur    etwa    2%    Laktose    verdauen   können. Die Zahlen hierzu sind sehr unterschiedlich und teilweise ungenau.

Therapie

Je   nach   Schweregrad   der   Laktoseintoleranz   muss   eine   laktosearme   oder   sogar   laktosefreie   Ernährung   eingehalten   werden.   Einige   Patienten vertragen    geringe    Laktosemengen.    Falls    laktosehaltige    Milchprodukte    nicht    vermeidbar    sind    oder    diese    bewusst    konsumiert    werden möchten,   steht   das   Enzym   Laktase   z.B.   als   Tabletten   zur   Einnahme   zur   Verfügung.   Hierbei   stimmt   der   Patient   seine   individuelle   Dosis   an Laktaseeinheiten    nach    dem    Laktosegehalt    der    Nahrungsmittel    ab.    Bei    Vermeidung    von    Milchprodukten    ist    es    aber    wichtig,    auf    eine ausreichende Kalziumzufuhr mit der Nahrung zu achten. Falls    unter    strikter    laktosefreier    Diät    die    Beschwerden    nicht    verschwinden,    muss    auch    an    das    Vorhandensein    einer    möglichen Nahrungsmittelallergie   gedacht   werden.   Meiner   Erfahrung   nach   können   Nahrungsmittelallergien,   die   immer   noch   oft   unterschätzt   werden, häufig Magen-Darm-Beschwerden  auslösen.

Unsere Empfehlung

Bei   Magen-Darm-Beschwerden   wird   oft   ohne   vorherige   Abklärung   gänzlich   auf   Milch-   oder   laktosehaltige   Produkte   verzichtet.   Die   Persistenz (langfristiges   Fortbestehen)   der   Laktaseaktivität   im   Erwachsenenalter   kann   verloren   gehen,   wenn   laktosehaltige   Produkte   ganz   gemieden werden.    Milch    ist    bei    guter    Verträglichkeit    (keine    vorhandene    Milcheiweissallergie)    ein    wertvolles    Grundnahrungsmittel    mit    hohem ernährungsphysiologischem   Wert.   Bei   älteren   Menschen,   bei   denen   die   Bereitschaft   oder   die   Fähigkeit   zu   Kochen   abnimmt,   ist   der   Verzehr von Milchprodukten besonders empfehlenswert.
Gorwiden 39 8057 Zürich Tel.: 044 / 312 33 77 eMail: info@praxisobeid.ch
Dr. med. Leila Obeid Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH
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Laktosetoleranztest

Indikation

Verdacht      auf      primären      oder      sekundären      Laktasemangel      oder Laktosemalabsorption   anderer   Ursache,   Blähungen,   Durchfall,   Flatulenz nach Ernährung mit Milch oder Milchprodukten.

Prinzip

Laktase    der    Dünndarmschleimhaut    spaltet    Laktose    in    Glucose    und Galaktose,   was   nach   Resorption   (Aufnahme)   zu   einem   Glukoseanstieg   im Blut führt.

Durchführung

Nüchternperiode von 10-12 Stunden 1. Blutentnahme: Glukose nüchtern (0-Wert) 2.   50g   Laktose   in   400   ml   stillem   Wasser   über   5   Min.   trinken   (Erwachsene), Kinder: 2g Laktose/kg KG (max. 50g) 3. Blutentnahme nach 30, 60, 90, 120 Minuten

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)

Milchzucker   (Laktose)   ist   ein   Zweifachzucker   und   macht   den   wesentlichen Kohlenhydratanteil     von     Milch     aus.     Das     im     Dünndarm     produzierte Verdauungsenzym   Laktase   spaltet   den   Milchzucker   in   die   Einfachzucker Glukose    und    Galaktose,    welche    innerhalb    des    Dünndarms    vollständig aufgenommen   werden.   Bei   einer   Laktoseintoleranz   wird   der   Milchzucker als   Folge   fehlender   oder   verminderter   Produktion   des   Enzyms   Laktase nicht   gespalten   und   folglich   nicht   verdaut.   Der   unverdaute   Milchzucker gelangt    deshalb    vom    Dünndarm    in    den    Dickdarm,    wo    er    durch    die Dickdarmbakterien   vergoren   wird.   Hierdurch   entstehen   Darmgase   und Säuren,   wodurch   es   zu   Beschwerden   wie   Blähungen,   Bauchschmerzen, Durchfällen und Flatulenz kommen kann. Die    Laktoseintoleranz    darf    nicht    mit    der    Milcheiweissallergie    (echte Allergie    gegen    Kuhmilch-Eiweiss)    verwechselt    werden.    Etwa    75%    der erwachsenen    Weltbevölkerung    hat    eine    Laktoseintoleranz,    nur    einige Populationen   verfügen   über   eine   Persistenz   (langfristiges   Fortbestehen) der   Laktaseaktivität   im   Erwachsenenalter.   Fehlende   Laktasepersistenz   gilt nur         in         Ländern         mit         verbreiteter         Laktasepersistenz         als Nahrungsmittelunverträglichkeit,    in    allen    übrigen    Ländern    ist    dies    der Normalzustand   bei   Erwachsenen.   In   Bezug   auf   die   Laktoseintoleranz   wird oft    von    einem    Nord-Süd-Gefälle    gesprochen.    In    nordischen    Ländern können     fast     90%     der     Bevölkerung     Laktose     verdauen,     während     in südlichen   Regionen   Europas   nur    ca.    10-30%    und    in    Äquator-Nähe    und    in   Asien    nur    etwa    2%    Laktose    verdauen   können.   Die   Zahlen   hierzu   sind   sehr unterschiedlich und teilweise ungenau.

Therapie

Je   nach   Schweregrad   der   Laktoseintoleranz   muss   eine   laktosearme   oder sogar     laktosefreie     Ernährung     eingehalten     werden.     Einige     Patienten vertragen    geringe    Laktosemengen.    Falls    laktosehaltige    Milchprodukte nicht   vermeidbar   sind   oder   diese   bewusst   konsumiert   werden   möchten, steht   das   Enzym   Laktase   z.B.   als   Tabletten   zur   Einnahme   zur   Verfügung. Hierbei   stimmt   der   Patient   seine   individuelle   Dosis   an   Laktaseeinheiten nach    dem    Laktosegehalt    der    Nahrungsmittel    ab.    Bei    Vermeidung    von Milchprodukten   ist   es   aber   wichtig,   auf   eine   ausreichende   Kalziumzufuhr mit der Nahrung zu achten. Falls      unter      strikter      laktosefreier      Diät      die      Beschwerden      nicht verschwinden,     muss     auch     an     das     Vorhandensein     einer     möglichen Nahrungsmittelallergie   gedacht   werden.   Meiner   Erfahrung   nach   können Nahrungsmittelallergien,   die   immer   noch   oft   unterschätzt   werden,   häufig Magen-Darm-Beschwerden  auslösen.

Unsere Empfehlung

Bei     Magen-Darm-Beschwerden     wird     oft     ohne     vorherige     Abklärung gänzlich   auf   Milch-   oder   laktosehaltige   Produkte   verzichtet.   Die   Persistenz (langfristiges    Fortbestehen)    der    Laktaseaktivität    im    Erwachsenenalter kann    verloren    gehen,    wenn    laktosehaltige    Produkte    ganz    gemieden werden.      Milch      ist      bei      guter      Verträglichkeit      (keine      vorhandene Milcheiweissallergie)    ein    wertvolles    Grundnahrungsmittel    mit    hohem ernährungsphysiologischem   Wert.   Bei   älteren   Menschen,   bei   denen   die Bereitschaft   oder   die   Fähigkeit   zu   Kochen   abnimmt,   ist   der   Verzehr   von Milchprodukten besonders empfehlenswert.
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